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Die Wirtschaft im Landkreis

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Der Kreis Landsberg ist schon früh ein neben der Landwirtschaft industriell orientierter Kreis gewesen. Natürlich darf man in diesem Zusammenhang das Wort Industrie nicht im Sinne der heutigen Groß- und Montanindustrie verstehen. Immerhin aber stiegen Landsberger Betriebe bis zu Weltgeltung auf. Von den bescheidenen Anfängen zeugen Ortsbezeichnungen wie „Kladower Teerofen“, „Zanzhammer“ oder „Vietzer Schmelze“.

Ziegelei
Rundofen Ziegelei
Aus diesen Namen läßt sich ableiten, daß Metallverarbeitung und -formung im Landsberger Kreis eine Tradition hatten. Verarbeitet wurde in den frühen Phasen das Raseneisenerz. Daneben bildeten die die Stadt umgebenden Felder und Wälder die wichtigsten Rohstoffquellen für die Industrie Landsbergs. Der Holzreichtum hat zahlreiche Schneidemühlen, Möbel- und Holzbearbeitungsfabriken, Bautischlereien, Kisten- und Papierfabriken entstehen lassen. Von den landwirtschaftlichen Erzeugnissen dienten Gerste und Kartoffeln einer großen Zahl von Brauereien und Brennereien als Rohstoff. Bedeutend waren auch die Ziegelei- und die Wollindustrie. Im Jahre 1709 betrug die Zahl der Tuchmachermeister allein schon 100; zu jener Zeit wurden alle wichtigen Urkunden und Verträge der Stadt von den „Gewerken“ mitgesiegelt und mitunterschrieben.
Eisengieserei
Eisengiesserei
Im zweiten und dritten Drittel des 19. Jahrhunderts erlebte dann auch Landsberg seine Gründerjahre. In dieser Zeit führte die Gründung von Großbetrieben zur industriellen Schwerpunktbildung in der Stadt, aber auch Vietz blieb ein wirtschaftliches Zentrum. Mit dem zwischen beiden Orten liegenden Wepritz bildeten sie eine parallel zur Warthe und der Bahnlinie Berlin—Königsberg liegende Industrie-Achse innerhalb des Kreises.
UHD
(Redaktionell gekürzt)